Subnautica: Below Zero

Es gibt Spiele, die einen mit Tutorials, Markierungen und Hilfestellungen regelrecht überschütten. Und dann gibt es Spiele wie Subnautica: Below Zero, die euch zwar gelegentlich einen Hinweis geben, den Großteil der Entdeckungsreise aber euch selbst überlassen. Statt auf dem tropischen Wasserplaneten landet ihr diesmal in der eisigen Polarregion von 4546B, wo euch nicht nur die Tiefsee, sondern auch Schnee, Eis und arktische Temperaturen das Leben schwer machen.

Wer bereits den ersten Teil gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Gleichzeitig gelingt es Subnautica: Below Zero, genügend neue Ideen einzubringen, um nicht wie eine einfache Erweiterung zu wirken. Die Mischung aus Survival, Erkundung und Science-Fiction funktioniert erneut hervorragend und zieht euch schnell in ihre faszinierende Welt hinein.

Eine persönliche Geschichte im ewigen Eis

Im Mittelpunkt steht die Wissenschaftlerin Robin Ayou, die den mysteriösen Tod ihrer Schwester untersucht. Anders als im Vorgänger wird die Geschichte deutlich direkter erzählt. Dialoge, Funkgespräche und klarere Storyelemente sorgen dafür, dass die Handlung stärker in den Vordergrund rückt, ohne den Entdeckergeist der Reihe zu verlieren.

Trotzdem bleibt die Erzählweise angenehm zurückhaltend. Viele Informationen findet ihr weiterhin durch verlassene Forschungsstationen, Datenlogs und eigene Nachforschungen. Die Geschichte motiviert dazu, immer weiter vorzudringen und die Geheimnisse dieser fremden Welt Stück für Stück aufzudecken.

© Unknown Worlds Entertainment
Schlecht geparkt ist gut gewonnen!

Zu Beginn seid ihr mit minimaler Ausrüstung unterwegs. Sauerstoff ist knapp, die verfügbaren Werkzeuge sind begrenzt und viele Regionen wirken unerreichbar. Erst durch das Sammeln von Rohstoffen, das Herstellen neuer Ausrüstung und das Freischalten weiterer Technologien erweitert sich euer Handlungsspielraum.

Survival zwischen Eiswüste und Tiefsee

Das Spiel vertraut dabei konsequent auf die Neugier der Spieler. Wegpunkte geben zwar grobe Hinweise auf wichtige Orte, verraten aber nie den kompletten Lösungsweg. Wie ihr neue Gebiete erreicht, welche Ausrüstung ihr benötigt und wie ihr Gefahren umgeht, müsst ihr selbst herausfinden. Genau dieses Gefühl, sich jeden Fortschritt selbst zu erarbeiten, macht einen großen Teil der Faszination aus.

Besonders motivierend bleibt der typische Subnautica-Kreislauf: Entdeckungen ermöglichen neue Technologien, die wiederum Zugang zu bislang unerreichbaren Regionen verschaffen. Dadurch entsteht ein ständiges Gefühl von Fortschritt, das über viele Stunden hinweg motiviert.

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Wohnt hier jemand?

Neue Fahrzeuge und mehr Möglichkeiten

Mit der Seebahn erhält Below Zero eines der interessantesten Fahrzeuge der Reihe. Das modulare Unterwasserfahrzeug lässt sich individuell erweitern und kann je nach Bedarf als Transportmittel, Lagerraum oder sogar als mobile Basis genutzt werden. Dadurch werden längere Expeditionen deutlich komfortabler und flexibler.

Daneben kehrt auch der Exoanzug zurück, der sich mit verschiedenen Modulen aufrüsten lässt. Dennoch bleibt Below Zero ein Survival-Spiel und kein Action-Abenteuer. Viele Begegnungen mit aggressiven Kreaturen lassen sich zwar überstehen, meist ist es aber klüger, Gefahren zu umgehen, statt die Konfrontation zu suchen.

Auch beim Basisbau bietet das Spiel zahlreiche Möglichkeiten. Wohnmodule, Dekorationen, Aquarien und viele weitere Einrichtungsgegenstände sorgen dafür, dass aus einer funktionalen Forschungsstation schnell ein persönliches Zuhause unter Wasser wird.

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Hier ist es aber gut ausgeleuchtet

Auch beim Basisbau bietet das Spiel zahlreiche Möglichkeiten. Wohnmodule, Dekorationen, Aquarien und viele weitere Einrichtungsgegenstände sorgen dafür, dass aus einer funktionalen Forschungsstation schnell ein persönliches Zuhause unter Wasser wird.

Faszinierende Unterwasserwelt mit neuen Herausforderungen

Die größte Neuerung gegenüber dem Vorgänger sind die Landabschnitte. Hier müsst ihr euch nicht um Sauerstoff kümmern, dafür aber um eisige Temperaturen und heftige Schneestürme. Neue Umweltgefahren sorgen für zusätzliche Abwechslung und verleihen den Polarregionen ihren eigenen Charakter.

Für schnelle Reisen über das Eis steht später das Schneefuchs-Hoverbike zur Verfügung. Die verschneiten Gebiete bringen frische Ideen ins Gameplay, erreichen atmosphärisch jedoch nicht ganz die Magie der Unterwasserwelt.

Denn wie schon im ersten Teil spielt Below Zero seine größten Stärken unter der Meeresoberfläche aus. Die Biome wirken abwechslungsreich, fremdartig und voller Geheimnisse. Farbenprächtige Korallenlandschaften wechseln sich mit dunklen Tiefseegräben und bedrohlichen Höhlensystemen ab. Ständig entdeckt man neue Kreaturen, Pflanzen oder technische Hinterlassenschaften einer längst vergangenen Zivilisation.

Fazit

Subnautica: Below Zero erweitert die Stärken seines Vorgängers um neue Ideen, ohne dabei die Identität der Reihe zu verlieren. Die Mischung aus Survival, Erkundung, Basisbau und Science-Fiction funktioniert erneut hervorragend. Zwar erreichen die Landgebiete nicht immer die Faszination der Unterwasserwelt, dafür punktet das Spiel mit einer stärkeren Geschichte, neuen Fahrzeugen und einer ebenso dichten Atmosphäre.

Wer bereits den ersten Teil geliebt hat, findet hier eine würdige Fortsetzung. Neue Spieler erhalten eines der faszinierendsten Survival-Abenteuer überhaupt – voller Entdeckungen, Geheimnisse und Momente, die zwischen Staunen und purer Tiefseeangst schwanken.

Test

Positiv

  • Wunderschöne und abwechslungsreiche Biome
  • Motivierender Fortschritt durch Crafting und Erkundung
  • Flexible Fahrzeuge und umfangreicher Basisbau

Negativ

  • Landgebiete nicht ganz so faszinierend wie die Unterwasserwelt
  • Wenig Wiederspielwert nach Abschluss der Story
  • kleiner technische Unsauberkeiten
8 / 10
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