Gear.Club Unlimited 3

Yellow sports car speeding along a curved road at sunset, with pink blossoms and a scenic background; Gear.Club Unlimited 3 cover art.

Neustart auf der Switch 2

Nach mehreren Jahren Pause kehrt die Rennspielreihe Gear.Club mit ihrem dritten Hauptteil zurück. Erneut setzt Entwickler Eden Games auf lizenzierte Fahrzeuge, umfangreiche Tuning-Möglichkeiten und einen Karriere-Modus, der mehr sein möchte als eine bloße Aneinanderreihung von Rennen. Exklusiv auf der Nintendo Switch 2 gestartet, soll Gear.Club Unlimited 3 die Serie technisch und spielerisch auf ein neues Niveau heben. Das gelingt jedoch nur teilweise.

Karriere zwischen Frankreich und Japan

Im Mittelpunkt steht eine umfangreiche Kampagne, die euch zwischen der französischen Côte d’Azur und der japanischen Tuningszene pendeln lässt. Als Gründer einer neuen Gear.Club-Niederlassung arbeitet ihr euch durch zahlreiche Rennveranstaltungen, knüpft Kontakte, gewinnt Sponsoren und baut euren Club Schritt für Schritt aus.

Die Geschichte bleibt dabei zwar eher oberflächlich, verleiht dem Fortschritt aber mehr Struktur als in den Vorgängern. Der eigentliche Motivationsmotor ist der stetige Ausbau der eigenen Werkstatt. Neue Einrichtungen, Upgrades und freischaltbare Inhalte sorgen dafür, dass sich Erfolge auf der Strecke unmittelbar auszahlen.

© Nacon / Eden Games
Am Start trennt sich die Spreu vom Weizen.

Umfangreicher Fuhrpark und abwechslungsreiche Rennmodi

Mit über 40 lizenzierten Fahrzeugen namhafter Hersteller wie Porsche, Bugatti, McLaren, Pagani, Mazda oder Mitsubishi bietet Gear.Club Unlimited 3 eine ordentliche Auswahl an Fahrzeugen. Ergänzt wird dies durch zahlreiche Tuning- und Individualisierungsmöglichkeiten, die sowohl die Leistung als auch die Optik der Fahrzeuge betreffen.

Für Abwechslung sorgen mehr als 50 Streckenvarianten in Frankreich und Japan. Neben klassischen Rundkursrennen stehen Zeitfahren, Eins-gegen-Eins-Duelle sowie die neuen Highway- beziehungsweise Autobahnrausch-Events zur Verfügung. Gerade die Hochgeschwindigkeitsrennen durch dichten Verkehr bringen frischen Wind ins Spiel und zählen zu den interessantesten Neuerungen des dritten Teils.

Verbesserte Fahrphysik mit kleinen Schwächen

Im direkten Vergleich zu den Vorgängern wirkt das Fahrverhalten deutlich ausgereifter. Die Fahrzeuge reagieren nachvollziehbarer und vermitteln ein insgesamt stimmigeres Fahrgefühl. Die Balance zwischen Arcade-Racer und Simulation gelingt dabei durchaus überzeugend.

Dennoch gibt es Einschränkungen. Besonders leistungsstarke Fahrzeuge verlangen eine präzise Kontrolle, die aufgrund der Schultertasten der Switch 2 nicht immer optimal gelingt. Vor allem in engen Kurven fehlt es der Steuerung gelegentlich an Feinfühligkeit. Für Einsteiger bleibt das Fahrmodell dennoch gut zugänglich.

Technisch solide, aber kein Aushängeschild für die Switch 2

Grafisch hinterlässt Gear.Club Unlimited 3 einen zwiespältigen Eindruck. Die Fahrzeugmodelle überzeugen mit hohem Detailgrad und authentischer Darstellung, während die Umgebungen deutlich weniger aufwendig gestaltet wurden. Unscharfe Texturen, einfache Streckendetails und sichtbare Treppeneffekte verhindern einen modernen Gesamteindruck.

Das Spiel bietet einen Qualitätsmodus mit 30 Bildern pro Sekunde sowie einen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde. Letzterer sorgt für das angenehmere Fahrerlebnis, geht allerdings mit sichtbaren Abstrichen bei der Bildqualität einher. Zusätzlich treten gelegentlich Pop-ins von Fahrzeugen und Objekten sowie kleinere Performance-Schwankungen auf.

Purple sports car speeding on a sunny mountain road, with a large light-blue '2' overlay in the foreground.© Nacon / Eden Games
Vor dem Start wird das eigene Auto immer in Szene gesetzt.

KI und Multiplayer verschenken Potenzial

Die größte Schwäche des Spiels bleibt die Gegner-KI. Computerfahrer bremsen häufig unerwartet früh vor Kurven oder verhalten sich in direkten Duellen wenig glaubwürdig. Hinzu kommt ein spürbarer Gummiband-Effekt, der Rennen teilweise künstlich wirken lässt.

Auch beim Multiplayer bleibt Potenzial ungenutzt. Zwar ist ein lokaler Splitscreen-Modus vorhanden, Online-Rennen oder weltweite Bestenlisten sucht man jedoch vergeblich. Gerade für ein modernes Rennspiel wirkt dieser Verzicht überraschend.

Sound

Die akustische Präsentation erfüllt ihren Zweck, ohne besondere Akzente zu setzen. Motorengeräusche, Umgebungsklänge und Musikuntermalung sorgen für Atmosphäre, erreichen aber nicht die Qualität großer Genrevertreter. Insgesamt bleibt der Sound solide, aber unspektakulär.

Rear view of a black sports car driving on a city night highway, neon skyline ahead and other cars in lane, Gear.Club plate visible© Nacon / Eden Games
Autobahn Erkundungsfahrt.

Fazit

Gear.Club Unlimited 3 ist ein gutes Rennspiel, das vor allem durch seinen umfangreichen Karrieremodus, die motivierende Club-Verwaltung und den großen Fuhrpark punktet. Das verbesserte Fahrverhalten sowie die abwechslungsreichen Schauplätze in Frankreich und Japan sorgen für langfristige Unterhaltung.

Gleichzeitig bleibt das Spiel technisch hinter den Erwartungen an einen Switch-2-Exklusivtitel zurück. Die schwache Gegner-KI, fehlende Online-Funktionen und die teilweise veraltete Präsentation verhindern den großen Qualitätssprung, den sich viele Fans erhofft hatten.

Gleichzeitig bleibt das Spiel technisch hinter den Erwartungen an einen Switch-2-Exklusivtitel zurück. Die schwache Gegner-KI, fehlende Online-Funktionen und die teilweise veraltete Präsentation verhindern den großen Qualitätssprung, den sich viele Fans erhofft hatten..

Test

Positiv

  • Über 40 lizenzierte Fahrzeuge
  • Motivierendes Tuning- und Werkstattsystem
  • Neue Duell- und Highway-Modi sorgen für Abwechslung
  • Neue Duell- und Highway-Modi sorgen für Abwechslung

Negativ

  • Schwache Gegner-KI mit deutlichem Gummiband-Effek
  • Teilweise unscharfe und detailarme Umgebungen
  • Steuerung könnte präziser sein
7 / 10
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