Icarus

Game title screen: “ICARUS” over a dusty desert scene with a armored archer/survivor in the foreground holding a bow and quiver of arrows.

Es gibt Spiele, die einen schon nach wenigen Stunden wieder loslassen und es gibt Spiele, die einen immer wieder zurückholen. Icarus gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Als das Survival-Spiel von RocketWerkz endlich seinen Weg auf die PlayStation 5 fand, war die Vorfreude entsprechend groß. Schließlich genießt Icarus auf dem PC bereits einen guten Ruf. Doch was auf dem Papier wie ein Traum für Survival-Fans klang, entpuppte sich zum Start zunächst als eine ziemlich holprige Angelegenheit.

Mittlerweile, viele Updates später, hat sich das Blatt allerdings deutlich gewendet. Denn heute gehört Icarus für mich zu den besten Survival-Spielen, die man aktuell auf der PlayStation spielen kann.

Ein Survival-Spiel mit beeindruckender Tiefe

Schon nach den ersten Stunden wird deutlich, wie viel Liebe und Arbeit in diesem Projekt steckt. Icarus bietet eine beeindruckende Spieltiefe, die man auf Konsolen nur selten findet. Ob Ressourcenabbau, Basisbau, Jagd, Landwirtschaft oder die umfangreichen Talentbäume – hier gibt es immer etwas zu tun.

Besonders gefallen hat mir die Freiheit, die das Spiel dem Spieler bietet. Man kann sich langsam hocharbeiten, immer bessere Werkzeuge herstellen und nach und nach immer größere Projekte verwirklichen. Dabei motiviert das Fortschrittssystem ungemein und sorgt dafür, dass man auch nach dutzenden Stunden noch neue Ziele vor Augen hat.

Hinzu kommt die riesige Spielwelt, die mit ihren unterschiedlichen Biomen und Gefahren immer wieder zum Erkunden einlädt. Egal ob alleine oder mit Freunden – langweilig wird es in Icarus nur selten.

ICARUS © 2026 RocketWerkz. Alle Rechte vorbehalten.© RocketWerkz

Nach einem katastrophalen Start

Leider verlief der Start auf der PlayStation 5 alles andere als reibungslos. Die Performance war in den ersten Tagen teilweise katastrophal. Ruckler, Abstürze und technische Probleme trübten den Spielspaß erheblich. Noch schwerwiegender war allerdings, dass der Multiplayer in den ersten beiden Wochen praktisch nicht vernünftig nutzbar war. Gerade bei einem Spiel, das sich hervorragend für gemeinsame Abenteuer eignet, war das eine große Enttäuschung.

Es war frustrierend, denn unter den technischen Problemen war schon damals das enorme Potenzial des Spiels zu erkennen. Glücklicherweise reagierten die Entwickler und lieferten nach und nach zahlreiche Patches nach. Mit jedem Update wurde die Performance stabiler, Fehler verschwanden und auch der Multiplayer entwickelte sich endlich zu dem Erlebnis, das man sich von Anfang an gewünscht hatte.

Heute läuft Icarus deutlich besser und zeigt endlich, was eigentlich schon zum Release hätte möglich sein sollen.

ICARUS © 2026 RocketWerkz. Alle Rechte vorbehalten.© RocketWerkz

Eine DLC-Politik mit bitterem Beigeschmack

So begeistert ich mittlerweile von Icarus bin, einen Kritikpunkt kann ich allerdings nicht ignorieren. Die zahlreichen DLC-Erweiterungen hinterlassen einen bitteren Beigeschmack. Zwar bringen sie neue Inhalte und erweitern das ohnehin schon umfangreiche Spiel, doch jede Erweiterung muss separat gekauft werden. Und günstig sind die Inhalte dabei nicht unbedingt.

Gerade Neueinsteiger könnten sich von der Menge an kostenpflichtigen Erweiterungen schnell erschlagen fühlen. Man hat das Gefühl, ständig weitere Inhalte kaufen zu müssen, um wirklich alles erleben zu können. Das schmälert den ansonsten hervorragenden Gesamteindruck leider ein wenig.

ICARUS © 2026 RocketWerkz. Alle Rechte vorbehalten.© RocketWerkz

Eines der besten Survival-Spiele auf der Konsole

Trotz seiner Probleme hat mich Icarus über die letzten Monate immer mehr begeistert. Die Mischung aus Survival, Base Building und Rollenspielmechaniken funktioniert hervorragend und bietet eine Spieltiefe, die man auf Konsolen nur selten findet. Dazu kommt eine mittlerweile solide Performance und ein Spielprinzip, das auch nach vielen Stunden noch motiviert.

Besonders im Koop entfaltet Icarus seine ganze Stärke. Gemeinsam mit Freunden eine Basis errichten, Expeditionen planen und sich gegen die Gefahren der fremden Welt behaupten – genau solche Momente machen den Reiz des Spiels aus.

Fazit

Der Start von Icarus auf der PlayStation 5 war eine Enttäuschung. Technische Probleme und ein praktisch unspielbarer Multiplayer in den ersten Wochen sorgten für viel Frust. Doch die Entwickler haben das Spiel über Monate hinweg kontinuierlich verbessert und ausgebessert. Heute präsentiert sich Icarus als ein hervorragendes Survival-Spiel mit enormer Spieltiefe und einer mittlerweile guten Performance. Ganz perfekt ist das Abenteuer trotzdem nicht. Die Vielzahl an kostenpflichtigen DLCs wirkt unnötig teuer und der missglückte Launch bleibt ebenfalls in Erinnerung. Dennoch gehört Icarus inzwischen zu meinen absoluten Lieblings-Survival-Spielen auf der Konsole und für Fans des Genres ist es beinahe ein Pflichtkauf.

Test

Positiv

  • abwechslungsreiche Missionen
  • komplexes Bausystem

Negativ

  • Massive Serverprobleme zum Release
  • teure Skins und DlCs
8 / 10
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