Styx: Blades of Greed
Der Goblin ist zurück – und er hat immer noch nur eines im Kopf: Reichtum. Mit Styx: Blades of Greed schickt das französische Entwicklerstudio Cyanide Studio seine zynische, schattenliebende Hauptfigur erneut auf eine riskante Mission voller Intrigen, Diebstähle und cleverer Schleichmanöver. Das Stealth-Abenteuer erschien am 19. Februar 2026 für Playstation, Xbox und den PC. Nach den Teilen Master of Shadows (2014) und Shards of Darkness (2017) setzt Blades of Greed die Geschichte der beliebten Schleichspiel-Reihe fort.
In dieser Reise geht es um mehr als nur einen gewöhnlichen Einbruch. Dieses Mal jagt man als grüner Goblin dem mächtigen Quarz hinterher. Was an dem Quarz so mächtig ist und ob die Reise Erfolg verspricht, sollt ihr im nachfolgenden Test erfahren.
Quarz, Quarz und nochmals Quarz
Die Geschichte des dritten Teils setzt kurz nach den Geschehnissen des zweiten Teils an. Für ein vollumfängliches Spielerlebnis und ein dementsprechendes Verständnis der Handlung sollte man die vorangegangenen Teile ebenfalls gespielt haben. Für mich war es nämlich der bislang erste Teil der Styx-Reihe, sodass ich Schwierigkeiten hatte, Szenen, Gesprochenes sowie die Verbindungen zwischen den Charakteren nachzuvollziehen.
© Nacon / Cyanide StudioUm euch den Einstieg zu erleichtern, versuche ich die Szenerie etwas offenzulegen, wobei nicht auf Vollständigkeit zu werten ist. Es könnten also leichte Spoiler enthalten sein.
Grundsätzlich geht es im Styx-Universum um den Konflikt zwischen Menschen, Elfen und Orks. Unser diebischer Goblin scheint in den vorangegangen Teilen von der einen oder anderen Fraktion angeheuert worden zu sein, um wertvolle Gegenstände zu besorgen. In Blades of Greed hingegen übernimmt er für sich selbst die Verantwortung und stiehlt lediglich in Eigeninteresse. Alles was leuchtet und glänzt, zieht den kleinen grünen Goblin an – dieses Mal ist es Quarz.
© Nacon / Cyanide StudioDieses seltene Mineral besitzt mächtige Eigenschaften und kann das Gleichgewicht der Kräfte zwischen Menschen, Elfen und Orks massiv verändern. Aus diesem Grund beginnt im neuesten Teil der Wettlauf um die Kontrolle dieser Ressource. Und wer wäre Styx, wenn er da nicht mitmischen würde. Also stellt er eine kleine Crew zusammen und beginnt eine Reihe riskanter Einbrüche und Sabotageaktionen, um das Material vor den anderen Fraktionen zu stehlen. Allerdings verstrickt ihn die Suche nach dem Mineral in einen Konflikt, der die gesamte Region in einen Krieg treiben könnte.
Neue Schauplätze, Werkzeuge und ein eigenes Hauptquartier
Zu Beginn des Spiels befindet man sich auf der Flucht vor den Dunkelelfen und muss sich gegen einen mächtigen Steinriesen zur Wehr setzen. Weil dieser allerdings das Luftschiff zerstört, wird ein Ersatz benötigt. Diesen erhält man durch die Befreiung eines Zwergenkapitäns und dessen Schiff. Sobald man den ersten großen Raub erfolgreich abgeschlossen hat, dient das neue Luftschiff als eine Art Hauptquartier und ist zentrale Anlaufstelle.
© Nacon / Cyanide StudioMithilfe dieses Fortbewegungsmittels erreicht man die Schauplätze The Wall, Turquoise Dawn und Akenash. Erster Schauplatz ist eine gewaltige Festungsanlage der Menschen und symbolisiert dessen Macht. Auf Turquoise Dawn befindet man sich in einem gefährlichen Dschungel, indem der Krieg zwischen Menschen und Orks herrscht. Der letzte Schauplatz wirft einen in die Ruinen der ehemaligen Elfenhauptstadt und dem einstigen Zentrum des Weltenbaumes. Alle drei Karten haben ihre eigenen Besonderheiten und erfordern ganz spezielle Vorgehensweisen. Außerdem unterscheiden sich alle Maps vom Design und Aufbau, was dem Ganzen mehr Glaubwürdigkeit verleiht.
© Nacon / Cyanide StudioZu guter Letzt haben die Entwickler dem Goblin ein paar nützliche Werkzeuge an die Hand gegeben. Sie unterstützen das ungesehene Vorankommen deutlich. So hangelt man sich bspw. mit dem Enterhaken von einem Überstand zum Nächsten. Zusätzlich können wir mit Klonen Gegner in die Irre führen, um anschließend mit der Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, an ihnen vorbeischleichen. Sollte man doch entdeckt werden, stehen Sand zum Blenden oder Wurfobjekte zur Verfügung. In größter Not kann man auf den eigenen Dolch zurückgreifen und Gegner im Nahkampf zu Strecke bringen. Alle Werkzeuge und Gadgets funktionieren dabei prima und passen in das Gesamtkonzept.
© Nacon / Cyanide StudioMan merkt dem Spiel aber an, dass es sich wirklich um ein Stealth-Abenteuer handelt. Kommt es zum Zweikampf, zieht man sehr sehr schnell den Kürzeren. Die Gegner machen eine Menge Schaden und unser Charakter hält auch nicht wirklich etwas aus – er ist ja schließlich auch kein Ork. Von daher ist es notwendig, sich eher in den Schatten aufzuhalten, Werkzeuge und die Umgebung sinnvoll zu nutzen. Das macht das Styx: Blades of Greed richtig gut. Vor jedem Gegnerbereich solltet ihr euch einen guten Plan ausdenken, wie ihr vorgehen wollt. Gleichzeitig braucht ihr eine gute Frustresistenz. Es kann durchaus vorkommen, dass man Abschnitte immer wieder aufs Neue angehen muss, weil die eigene Strategie nicht perfekt ist. Genau das hat aber meinen Ehrgeiz geweckt, da ich die Situation unbedingt meistern wollte.
Glücklicherweise geben die Entwickler den Spielern ein mächtiges Hilfsmittel an die Seite – die Speicherfunktion. Es ist jederzeit möglich zu speichern und das sollte man auch verwenden! Ohne diese Funktion würde man den Titel schneller in die Ecke stellen, als das man damit angefangen hat.
Technische Einzelheiten
Styx: Blades of Greed macht für ein Playstation 5-Spiel ein recht vernünftigen Eindruck, wobei es grafisch nicht an Topspiele, wie dem neuen Resident Evil 9: Requiem heranreicht. Dennoch kann man in die Welt super eintauchen und sich an der Grafik erfreuen.
© Nacon / Cyanide StudioAuch die Steuerung mit dem Controller ist sehr intuitiv und geht gut von der Hand. Nach kleinen Startschwierigkeiten hat man die Bewegungsabfolgen schnell verinnerlicht. Lediglich in Situationen in denen es schnell gehen muss, passierten mir ab und an ein paar Fehler.
Trotz der vielen positiven Aspekte des Spiels gibt es auch ein paar Schwächen. So findet man im Spiel immer mal wieder ein paar grafische Mängel. So kam es zu Spielbeginn vor, dass Texturen geflimmert haben oder vermeintlich dunkle Räume plötzlich hell erleuchtet waren. Zusätzlich gab es in meinem Durchlauf auch einige Strukturglitches. Die Füße von Styx verschwanden im Gestein oder er begann auf einem Stapel Fässer zu schweben.
© Nacon / Cyanide StudioBesonders ärgerlich war für mich ein Bug, bei dem ich nicht mehr speichern konnte, weil ich zuvor entdeckt worden bin. Grundsätzlich erstmal der normale Spielverlauf, allerdings befand ich mich nach einiger Zeit weiter weg vom Ort des Geschehens. Ist das der Fall, hören die Wachen nach wenigen Sekunden auf nach Styx zu suchen. Dieses Mal blieben sie aber in einem durchgängigen Alarmzustand gefangen. Das Problem war, dass ich nach meinem Ableben sehr weit zurückgeworfen wurde und meine Frusttoleranz enorm beanspruchte.
© Nacon / Cyanide StudioAn solchen Stellen müssen die Entwickler von Cyanide Studio unbedingt nacharbeiten.
Fazit 7/10
Styx: Blades of Greed trumpft mit einer wirklich guten Stealth-Mechanik auf und gehört für mich tatsächlich zu einen der besseren Spiele dieser Branche. Der Zynismus gepaart mit einem absolut trockenen Humor des Hauptcharakters haben mich sofort abgeholt. Die drei spielbaren Karten sind zudem sehr abwechslungsreich und gleichzeitig herausfordernd, sodass man auf den ersten Blick gut überlegen muss, wie man von A nach B gelangt. Gleiches gilt für die einzelnen Gegnerpassagen. Ohne vernünftigen Plan wird man scheitern und genau das verlange ich von einem guten Schleichspiel einfach. Man muss aber auch dazu sagen, dass man nie überfordert wird, sodass stets ein gutes Gleichgewicht herrscht. Die Fähigkeiten und Gadgets empfinde ich, sind alle sinnvoll und nützlich zugleich.
Problematisch sind aber die vielen grafischen Fehler zu Beginn und der Bug mit der Speicherfunktion. Das tut dem Spiel zwar keinen Abbruch, weist aber darauf hin, dass es noch nicht ganz reibungslos läuft.
In meinen bisherigen elf Stunden Spielzeit habe ich abgesehen von den Nebenquests wenig Abwechslung im Missionsdesign gesehen und jage immer wieder dem Quarz auf den gleichen Karten hinterher. Ich würde mich freuen, wenn die Handlung eine Wendung nehmen würde – allerdings bezweifle ich das zum jetzigen Zeitpunkt.

Flo ist ein Spieler durch und durch. Egal, ob Karten-, Brettspiele oder Spiele in der digitalen Welt – alle sind ihm heimisch. Seine Anfänge machte er mit dem damaligen Spiel „Hugo“ oder der blauen Edition auf dem Gameboy Color. Im Jugendalter widmete er sich neben seinem sportlichen Ausgleich dem Strategiegenre, weshalb „Age of Empires 2“ oder die „Total War“-Reihe immer noch zu seinen Lieblingsspielen zählen.
Neben diversen Strategiespielen ist er auch ein großer Freund von sämtlichen kooperativen Games. Aus diesem Grund zählen wohl „7 Days to Die“ und „Dead by Daylight“ zu den am meisten gespielten Spielen überhaupt. In diesem beiden Titeln kann und konnte er auf beste Unterstützung von Maik und Gunter zählen.
Wichtig ist allerdings, dass die Spiele eine Crossplay-Funktion besitzen, da er vorwiegend auf der Playstation unterwegs ist. Der PC und die Nintendo Switch befinden sich aber auch in seinem Repertoire.
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