Final Fantasy VII Remake Intergrade
Die älteren Eisen unter uns denken beim Titel Final Fantasy VII wohl an die gute alte PS1-Zeit, als dieses Meisterwerk erschien. Für viele ist FF VII bis heute einer der besten Titel der Reihe, weshalb die Ansprüche an Final Fantasy VII Remake Intergrade hoch waren und wir verraten, ob die Switch 2-Fassung diesen gerecht wird.
Erobert Midgar auf der Nintendo Switch 2
Wir schlüpfen in die Haut von Cloud Strife, welcher als ehemaliger SOLDAT nun als Sölnder tätig ist. Dabei wird er von den Rebellen Avaranche engagiert, um mit diesen gegen den Energiekonzern Shinra vorzugehen. Shinra macht sich nämlich die Makro-Energie des Planeten zu Nutze, um die Stadt mit Strom zu versorgen, was dem Rebellen missfällt. Was sich aus dem „einfachen Job“ entwickelt, ist eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren und es fällt leicht, sich der Story und seinen Helden hinzugeben.

Im Vergleich zum Original wagt die Geschichte einige abgewandelte Handlungen, was nicht jedem gefallen dürfte. Ebenso fühlen sich einzelne Passagen sehr gestreckt und künstlich an, was vor allem Kennern des Originals ein Dorn im Auge sein dürfte. Dafür bekommen jedoch allerlei Nebencharaktere deutlich mehr Tiefe als früher, sodass sich Kritik und Freude die Waage halten. Ich jedenfalls bin und war begeistert von der gesamten Inszenierung.
Auf in den Kampf
Das Kampfsystem von Final Fantasy VII hat mit dem Remake ein tolles Makeover bekommen. Zwar gibt es den Aktionsbalken noch immer und dieser füllt sich nach und nach im Kampf. Das ganze Geschehen läuft jedoch in Echtzeit ab und ist eine wirkliche Wucht. Einfache Angriffe führt ihr per Tastendruck aus, sobald euer Aktionsbalken voll ist, könnt ihr diesen für Magie, Gegenstände oder auch besondere Fähigkeiten verwenden. Ebenso könnt ihr Esper beschwören und Limit-Angriffe starten, um stärkeren Gegnern und Monstern Einhalt zu gebieten.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei durchaus wechselhaft. Einfache Feinde erledigt ihr im Nu, größere Bossgegner fordern aber einiges von euch ab. Heiltränke, Attacken und mehr müssen passgenau abgestimmt werden, um überhaupt eine Chance zu haben. Da die Bosse aber gleichzeitig fantastisch inszeniert sind, fühlt es sich keineswegs unfair an, da es unheimlich befriedigend ist, am Ball zu bleiben und den Kampf für sich zu entscheiden.
Nach und nach schließen sich euch zudem weitere Charaktere an, die euch im Kampf unterstützen. Das sorgt für taktische Tiefe, da jeder seine eigenen Stärken und Schwächen hat, macht das Kampfgeschehen aber auch deutlich chaotischer.
Gute Vorbereitung ist alles
Um im Kampf überhaupt eine realistische Chance zu haben, müsst ihr gut wappnen. Hierzu könnt ihr serientypisch zum einen Waffen und Ausrüstungen anlegen, die eure Werte wie Angriff, Magie oder Verteidigung verbessern. Darüber hinaus könnt ihr aber auch verdiente Punkte mit jeder Waffe nutzen, um zusätzliche Buffs freizuschalten. Das freut vor allem jene, die nach indischerem Spielstil schreien, denn ihr könnt die Punkte ganz nach euren Wünschen investieren und euren Charakter so in die gewünschte Richtung entwickeln.

Zuletzt könnt ihr außerdem Materia verwenden. Hierbei handelt es sich um kleine Steine, welche euch besondere Attacken und Magie beibringen, sofern ihr sie angelegt habt. Klassiker wie Feuer, Blitz und Vita sind natürlich mit dabei und auch Esper lassen sich durch Materia aktivieren. Nutzt ihr Materia häufiger, werden diese sogar verstärkt, sodass beispielsweise auf Feuer Feura wird, was zwar deutlich Kernschatten verursacht, aber auch mehr Magiepunkte benötigt.
Lineares Abenteuer
Die meiste Zeit ist Final Fantasy VII Remake Intergrade sehr linear. Ihr lauft vorgegebene Wege entlang, erledigt eine Hauptquest nach der nächsten und folgt der Story. Manches Mal öffnet sich das Spiel jedoch ein wenig und ihr könnt Wege abseits der Story erkunden, Nebenquests absolvieren und Geheimnisse entdecken. Vieles davon ist vollkommen nebensächlich, es macht aber dennoch Spaß, zumindest etwas Freiheit in seinem Tun zu erlangen. Da manches Mal auch tolle Belohnungen wie neue Esper auf euch warten, ist es auch ein lohnenswertes Unterfangen, jeden Winkel Midgars zu erkunden.

Technisch ist das Abenteuer eine Augenweide. Die Filmsequenzen sehen ohnehin fantastisch aus, aber auch das reguläre Gameplay kann sich sehen lassen und das sogar im Handheld-Modus. Ebenso verhält es sich mit der typischen Final Fantasy-Musik, welche allumfänglich begeistert und mit bekannten Klängen auch alte Eisen sofort abholt. Zu guter Letzt enthält das Spiel außerdem den Yuffie-DLC, durch welchen ihr Midgar nochmals aus einer ganz anderen Perspektive erkunden könnt. Insgesamt also ein Gesamtpaket, welches sich sehen lassen kann.
Fazit: 9/10
Final Fantasy VII Remake Intergrade ist ein fantastisches Spiel für die Nintendo Switch 2. Neue und alte Final Fantasy-Fans kommen hierbei voll auf ihre Kosten, was nicht nur an der tollen Inszenierung liegt. Das Kampfsystem ist actionreich und bietet Tiefgang, die Grafik ist fantastisch und wird durch tolle Klänge begleitet und das Gesamtpaket an Inhalten ist super stimmig. Manche Spielphasen


Als Kind der 90er-Jahre ist Maik mit dem NES, SNES und Nintendo 64 groß geworden. Seitdem schlägt sein Herz für das Kyoto-Unternehmen, auch wenn seine Interessen auch weitere Konsolen betreffen. Zu seinen liebsten Titeln aller Zeiten gehören The Legend of Zelda: Ocarina of Time und Final Fantasy X.
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