Dying Light: The Beast
Dying Light: The Beast fühlt sich an wie eine echte Rückkehr zu dem, was die Reihe ursprünglich ausgemacht hat: bedrohliche Atmosphäre, ein intensiver Tag-Nacht-Rhythmus und ein ständiges Gefühl, dass man eigentlich nie wirklich sicher ist.
© TechlandDie neue, eher ländliche Umgebung verändert das Spielgefühl spürbar. Statt zwischen Hochhäusern herumzuspringen, bewegt man sich jetzt durch Wälder, Täler und kleine Siedlungen, und genau das sorgt dafür, dass die Welt weniger berechenbar, dafür aber viel düsterer wirkt.
© TechlandBesonders auffällig ist der Schwierigkeitsgrad. Für mich persönlich ist The Beast der härteste Teil der Serie. Nachts wirken die Gegner unglaublich stark, man steckt viel ein und verursacht selbst nur wenig Schaden. Wenn man nicht gut vorbereitet ist, fühlt man sich schnell überfordert. Hinzu kommt, dass in einigen Gebieten ein Mindestlevel nötig ist, um zu überleben. Dadurch muss man deutlich strategischer vorgehen und kann nicht einfach drauflos spielen.
© TechlandLevelsystem
Das neue Levelsystem trägt ebenfalls dazu bei. Kampf- und Parkourfähigkeiten levelt man jetzt gemeinsam über Erfahrungspunkte, was das Ganze etwas übersichtlicher macht. Gleichzeitig merkt man, dass Kyle Crane vieles aus dem ersten Teil noch beherrscht, seine Parkour-Kenntnisse sind nicht komplett „weg“, sondern entwickeln sich weiter, was sich sehr stimmig anfühlt.
© TechlandRichtig neu ist der Skilltree für das innere „Biestsystem“. Um diese Mutation zu verbessern, muss man besondere Gegner besiegen, aus denen man ein Serum gewinnt. Das sorgt zwar für zusätzliche Motivation, verlangt aber auch Mut, denn gerade diese Gegner gehören zu den härtesten im Spiel. Ohne genug gesammelte Materialien, Upgrades oder Crafting-Ressourcen kommt man hier kaum voran, looten und investieren gehört fest zum Gameplay dazu.
© TechlandWas mir besonders gut gefällt: Trotz aller Neuerungen bleibt das typische Dying-Light-Gefühl erhalten. Der Parkour läuft flüssiger denn je, die Kämpfe fühlen sich roher und direkter an und die Welt wirkt glaubwürdig gefährlich. Die Atmosphäre, vor allem nachts, ist intensiver als in jedem vorherigen Teil.
Schön ist auch, dass man sich die Vorgeschichte vor Kyles Einsatz erzählen lassen kann. Das ist besonders für Neueinsteiger ein echter Pluspunkt, weil man die wichtigsten Hintergründe versteht, ohne die früheren Teile zwingend gespielt zu haben.
Im Vergleich zu den Vorgängern setzt The Beast weniger auf reine Action und stärker auf taktisches Überleben. Es verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und gutes Ressourcenmanagement. Und vielleicht macht genau das den Reiz aus. Für mich ist es herausfordernd, manchmal frustrierend, aber genau dadurch auch unglaublich spannend.
Technischer Eindruck der Steuerung von Dying Light: The Beast
Die Steuerung von Dying Light: The Beast fühlt sich sofort vertraut an, wenn man die Vorgänger gespielt hat. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass Techland an vielen Stellschrauben gedreht hat. Alles wirkt reifer, direkter und einfach besser abgestimmt auf das schnelle, oft hektische Gameplay der Reihe.
Bewegung & Parkour
Gerade beim Parkour zeigt sich der größte Fortschritt. Im ersten Dying Light war das Klettern und Springen zwar schon spaßig, aber nicht immer hundertprozentig verlässlich. In The Beast greift eine Bewegung sauber in die nächste. Sprünge fühlen sich kontrollierter an, Wandläufe und Kletteraktionen gehen flüssig ineinander über, ohne dass man ständig gegen die Steuerung arbeiten muss.
Im Vergleich zu Dying Light 2 wirkt das Ganze außerdem weniger träge. DL2 wollte dem Parkour mehr Gewicht geben, was sich zwar realistisch anfühlte, aber nicht immer gut kontrollierbar war. The Beast findet hier einen deutlich besseren Mittelweg: schnell, direkt, aber trotzdem nicht unnatürlich.
Kampfgefühl
Auch im Kampf merkt man die technische Weiterentwicklung. Treffer fühlen sich klarer an, Ausweichmanöver reagieren zuverlässiger und man hat insgesamt mehr Kontrolle über das Geschehen. Gerade in engen Situationen, wenn mehrere Gegner auf einen zukommen, fühlt sich die Steuerung fairer an als früher.
Im Vergleich zum ersten Teil, bei dem Kämpfe manchmal etwas ungenau wirkten, fühlt sich The Beast spürbar sauberer und moderner an, ohne den rohen Charakter der Reihe zu verlieren.
Controller oder Tastatur & Maus
Egal ob mit Controller oder Tastatur & Maus, die Steuerung fühlt sich auf beiden Wegen gut an.
Mit dem Controller wirkt der Parkour besonders rund und flüssig, während Tastatur und Maus im Kampf und beim Zielen etwas mehr Präzision bieten. Im Vergleich zu den Vorgängern ist die PC-Steuerung insgesamt sauberer abgestimmt und reagiert spürbar direkter.
Fazit: 9/10
Dying Light: The Beast ist ein mutiger Schritt zurück zu den Wurzeln der Reihe – härter, atmosphärischer und deutlich survival-lastiger als seine Vorgänger. Die neue Umgebung, das überarbeitete Levelsystem und die Einführung des Biest-Skilltrees verleihen dem Spiel eine spürbare Weiterentwicklung, ohne das typische Dying-Light-Gefühl zu verlieren. Gerade nachts zeigt das Spiel seine volle Brutalität und macht unmissverständlich klar, dass Vorbereitung und Ressourcenmanagement über Leben und Tod entscheiden.
Für mich persönlich ist es der anspruchsvollste Teil der Serie, aber auch der intensivste. Die Rückkehr von Kyle Crane, die stärkere Fokussierung auf Horror und das Gefühl, wirklich ums Überleben kämpfen zu müssen, schaffen eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre. The Beast ist kein Spiel, das man mal eben nebenbei durchspielt – es fordert Geduld, Aufmerksamkeit und Mut. Doch wer sich darauf einlässt, bekommt eines der rohesten, emotionalsten und packendsten Dying Light-Erlebnisse der gesamten Reihe.

Schon als Kind spielte Maik auf dem Sega Mega Drive – dort entfachte seine Leidenschaft für Videospiele. Titel wie Sonic und The Lost Vikings faszinierten ihn und prägten seinen Entdeckergeist. Heute zockt Maik nahezu jede Art von Spiel; seine Neugier ist groß – am liebsten Zombie-Survival-Games und RPGs mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen.
