Varthos: Heir to the Throne

Varthos: Heir to the Throne

Mit der Veröffentlichung von Varthos: Heir to the Throne am 16. Dezember 2025 verspricht das neue Action-RPG der talentierten Entwickler von Nightshift Game Development ein fesselndes Erlebnis, welches die Herzen der Spielerschaft höher schlagen lassen könnte. Derzeit befindet sich das Spiel in der Early-Access-Phase, sodass noch an vielen Ecken gearbeitet wird. Als Kämpfer tauchen wir in düstere Welten ein und begeben uns auf eine Reise voller strategischer Kämpfe.

Im Testbericht werfe ich einen Blick auf die Welt, die uns Nightshift Game Development erschaffen haben und analysiere, was das Spiel im derzeitigen Entwicklungsstand bereits leisten kann. Ob Varthos: Heir to the Throne also den Erwartungen der Action-RPG-Community gerecht wird oder die Entwickler noch eine Menge Arbeit vor sich haben.

Action-RPG trifft Roguelite

Was erwartet uns nun in Varthos: Heir to the Throne? Ganz eindeutig eine Menge Gegner, auf die es einzuprügeln gilt. Zu Beginn wählt man eine aus zwei verschiedenen Welten aus, bevor man in den Kampf zieht. Einerseits schlägt man sich durch eine Wüstenlandschaft mit vielen Oasen, Gebirgszügen und verwinkelten Tempeln. Die andere Map hingegen erinnert eher an einen Sumpf oder Waldgebiet. In meinen Durchläufen empfand ich das Wüstengebiet als eher leichtere Welt, weshalb man zum Start damit beginnen sollte. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Wir befinden uns auf den dunklen Waldpfaden der zweiten Welt.

Nachdem man sich also für eine der beiden Welten entschieden hat, landet man mit seinem Charakter, der lediglich mit ein paar Lendenshorts bekleidet ist, am jeweiligen Startpunkt. Glücklicherweise geben die Entwickler uns in wenigen Schritten Entfernung eine Waffe an die Hand. An dieser Stelle wählt man die Art und Weise, wie man kämpfen möchte. Man könnte auch sagen, man wählt seine Klasse. Zum jetzigen Entwicklungsstand gibt es hierbei keinerlei Überraschungen, sodass man als Magier, Bogenschütze oder Krieger spielen kann. Es wäre zu überlegen, ob man den Spielern nicht noch die ein oder andere „besondere“ Klasse hinzufügen würde. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Zum Glück ist es in der Wüste nicht so kalt, so leicht wie wir bekleidet sind.

Das Ziel unseres Weges ist es, den Endboss zu besiegen. Hat man das geschafft, ist die Runde vorbei und man kehrt in das Hauptmenü zurück. Stirbt man allerdings auf der Reise, ist unser Charakter mit all seinen getragenen Gegenständen weg. Man fängt entsprechend wieder bei Null an. Das ist für mich der Ansatz an dem ich und auch die Entwickler von Roguelite-Elementen sprechen. 

Die ersten Runden waren zumindest bei mir recht zügig wieder beendet, weil man sich an die Gegnertypen und die Waffen gewöhnen muss. Nachdem man aber die ersten Runden überstanden hat, wird es einfacher. Um sich gegen die Massen an Gegnern zur Wehr setzen zu können, finden wir immer mehr Ausrüstungsgegenstände. Sie haben genretypisch verschiedene Stärkegrade. Zusätzlich levelt der Charakter durch das Töten von Gegnern, sodass man sich mehr Vitalität oder Stärke geben kann. Die Kombination aus Waffenstärke und Level bringt dann den notwendigen Fortschritt. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Links am Bildrand kann man die Verbesserungsmöglichkeiten erkennen.

Nach meinem Gefühl hatten die Waffen und letztlich damit verbunden die jeweiligen Klassen unterschiedliche Stärken und Schwächen. Spielt man bspw. als Bogenschütze kann man Gegnern schon aus der Entfernung zusetzen. Allerdings empfand ich den ausgeteilten Schaden als eher gering. Mit einer Axt macht man doch deutlich mehr Schaden, läuft aber öfters in große Gruppen hinein. 

Wie bereits angedeutet, kann man seine Gegenstände nur sicher in den nächsten Durchlauf bringen, wenn man den Endboss besiegt. Die Entwickler haben aber noch einen zusätzlichen „Speicherpunkt“ eingebaut. So kann man in der Spielwelt eine Truhe finden, in der man wichtige Materialien platzieren kann, die am Ende im Hauptmenü sicher gelagert werden. Man darf sich das aber nicht so vorstellen, wie bei einem Escape from Tarkov indem man einen gefühlt unendlichen Lagerraum hat. In Varthos: Heir to the Throne ist unser Platz sehr begrenzt und eine Rüstung nimmt einen großen Raum ein. Ich würde mir hier etwas mehr Stauraum wünschen und die Möglichkeit Profit daraus zu schlagen. Momentan hat man nur die Möglichkeit seinen Charakter auszustatten, aber ein gewisser Bonus in Form eines Shops (kein Pay-to-Win-Prinzip!) in dem man sich mit Währung bessere Gegenstände kaufen kann, wäre sicher sinnvoll. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Der glorreiche Moment als ich das erste Mal einen Endboss gelegt hatte.

Charakter kann auch nach einem Lauf gelevelt werden

In der Überschrift wird es eigentlich schon deutlich, damit man Fortschritte erzielen kann, gibt es die Möglichkeit, den Charakter nach jeder Runde zu verbessern. Dies geschieht über sogenannte „Heldenpunkte“. Sie können eingesetzt werden, um die Grundwerte, wie bspw. Vitalität, zu erhöhen oder den geringen Platz im Inventar oder der Truhe zu erweitern. Das hilft natürlich enorm und hat bei mir dazu geführt, dass ich in den Welten gut vorwärts kam. Nachteil war zu meinem Zeitpunkt, dass ausgegebene Werte nach einem Durchgang wieder neu verteilt werden mussten. In Bezug auf mehr Lagerkapazität und Inventarplatz hat sich das für mich nicht wirklich erschlossen. Es könnte aber sein, dass es am derzeitigen Entwicklungsstand lag.

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Ganze drei Seiten voller Anpassungsmöglichkeiten.

Große Spielwelt mit vernünftiger Grafik

Die beiden bisherigen Spielwelten machen grundlegend einen guten Eindruck. Sie sind weitläufig und nehmen die Themenschwerpunkte (Wüste, Sumpf) gut auf. Außerdem werden die Welten in jedem Durchgang zufällig neu generiert. Das erhöht den Wiederspielwert, auch wenn keine ganz neuen Ansätze eingebaut werden. Besonders haben mir die Wassertexturen gefallen, weil dessen Programmierungen sehr viel Arbeit bedeuten. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Varthos: Heir to the Throne macht einen sehr schicken Eindruck.

Man darf sich aber keine richtige Open World vorstellen. Im Grunde wird man zwangsläufig schon zum Ziel bzw. Endboss geführt. In den beiden Biomen treffen wir selbstverständlich auf unterschiedliche Gegnertypen. Die Entwickler haben bereits ein tolles Repertoire an Gegner ins Spiel eingesetzt. So bekämpfen wir Skelette, Hunde oder Skorpione, wobei das nur eine geringe Auswahl der gesamten Bandbreite ist. Ich hoffe dennoch, dass es noch ein paar weitere Figuren ins Spiel schaffen werden. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Hier schlurft ein Nekromant auf uns zu.

Tastatur ist schön, Controller wird besser

Zur Zeit kann man das Spiel ausschließlich mit der Tastatur spielen. Auch das funktioniert reibungslos. In all meinen Durchgängen hatte ich keinerlei Probleme damit. Ich denke aber, dass Varthos: Heir to the Throne wunderbar mit Controller spielbar sein wird. Drehungen, Angriffe oder Abwehrrollen würden eventuell geschmeidiger ablaufen. Die Entwickler von Nightshift Game Development haben in den In-Game-News angekündigt, dass sie bereits an einer Umsetzung für den Controller arbeiten. Man darf sich auch hier schon auf neue Inhalte freuen. 

© Nightshift Game Development / Three River Games (3RG)
Man darf sich auf einiges gefasst machen.

Fazit 7/10

In Anbetracht des derzeitigen Entwicklungsstandes und der Early-Access-Phase ist Varthos: Heir to the Throne schon sehr weit. Es spielt sich wirklich sehr flüssig und besitzt tolle Ansätze. Die Kampfmechaniken der einzelnen Waffen in Verbindungen mit den Klassen und den entsprechenden Fähigkeiten sind reibungslos. Auch die Balance zwischen den einzelnen Aspekten (Waffen, Gegner, Fähigkeit, Schwierigkeitsgrad etc.) ist ebenfalls schon auf einem sehr guten Weg, so dass die Grundlage geschaffen wurde.

Dennoch heißt es jetzt, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Es gibt noch die ein oder anderen Stunden Arbeit ins Spiel zu stecken, um bspw. kleinere Bugs auszumerzen. Die Entwickler sollten auch darüber nachdenken, wie man das Kameraproblem lösen kann. Und das sollte ganz klar sein, es sollten auf alle Fälle noch ein paar mehr Gegnertypen sowie Areale hinzugefügt werden. 

Um es in einem Satz abschließend nochmal zu sagen, das Spiel ist auf einem sehr guten Weg ein ansprechender Titel zu werden. Man darf gespannt sein, was in nächster Zeit an Content hinzukommen wird. Aus dem Grund gibt es von mir erstmal eine 7/10, die aber durchaus den Blick auf höhere Punktzahlen wagen darf. 

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