EverRail
Im Rahmen des Steam Next Fest (23. Februar bis 2. März 2026) wird EverRail erstmals öffentlich als Demo auf Steam spielbar sein. Der Open-World Survival-Crafting-Titel von Aesir Interactive und Icebird Studios soll anschließend im Frühjahr 2026 in den Early Access starten. Ich hatte bereits vorab Zugriff auf die Demo und konnte mir einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie sich das Leben an Bord des wohl letzten Zuges der Menschheit anfühlt.
Drei Systeme, ein Ziel: Überleben um jeden Preis
EverRail spielt in einer vollständig gefrorenen Welt, in der ein massiver, batteriebetriebener Zug die einzige Lebensader darstellt. Dieser Zug ist weit mehr als nur ein Transportmittel – er ist eure Basis, eure Energiequelle und eure einzige Chance zu überleben. Die zentrale Mechanik ist ebenso einfach wie brutal effektiv: Die Batterie lädt sich ausschließlich während der Fahrt auf. Sobald der Zug anhält, beginnt sie sich zu entladen. Bleibt ihr zu lange stehen oder gehen Energie und Besatzung verloren, ist der Run dauerhaft beendet.
Das sogenannte „Tricore Gameplay“ bildet das Fundament der Spielerfahrung und kombiniert drei klar voneinander getrennte, aber eng miteinander verknüpfte Spielsysteme.
Der Zug selbst fungiert als mobile Basis. Während er fährt, erzeugt er Energie, die ihr für sämtliche Systeme benötigt. Gleichzeitig müsst ihr Ressourcen verwalten, Module instand halten und eure begrenzten Vorräte sinnvoll einsetzen. Jede Entscheidung wirkt sich direkt auf eure Überlebenschancen aus.
© Aesir Interactive / Icebird StudiosMit dem Gleiter erweitert sich das Spiel um eine vertikale Komponente. Aus der Luft könnt ihr Ressourcen aufspüren, neue Orte entdecken und eure nächsten Stopps strategisch planen. Gerade weil Stillstand immer ein Risiko darstellt, wird Aufklärung zu einem wichtigen Werkzeug, um unnötige Gefahren zu vermeiden. (Soweit bin ich allerdings ehrlich gesagt nicht gekommen, ich bin zu oft gestorben bevor die Demo auslief. ;))
Den größten Nervenkitzel bieten jedoch die Expeditionen zu Fuß. Um Ressourcen, Nahrung oder neue Überlebende zu finden, müsst ihr den Zug anhalten und verlassene Strukturen, Ruinen oder andere Überreste der gefrorenen Welt erkunden. Hier zeigt EverRail besonders deutlich, wie konsequent das Spiel auf Risiko-Management ausgelegt ist.
Jede Expedition ein kalkuliertes Risiko
Wie lange ihr eine Expedition durchführen könnt, hängt direkt vom aktuellen Energiestand des Zuges ab. Am oberen Bildschirmrand zeigt ein Timer, wie viel Zeit euch bleibt, bevor ihr zwingend zum Zug zurückkehren müsst. Ist die Zeit abgelaufen und ihr seid noch unterwegs, endet der Run im schlimmsten Fall komplett.
Dieses System sorgt für konstanten Druck und zwingt euch dazu, jede Entscheidung bewusst abzuwägen. Nutzt ihr die verbleibenden Minuten, um tiefer in einen Dungeon vorzudringen, in der Hoffnung auf wertvollen Loot? Oder brecht ihr frühzeitig ab, um kein unnötiges Risiko einzugehen? Gerade weil die Spielwelt prozedural generiert ist, bleibt der Inhalt jeder Expedition unvorhersehbar. Niemand kann garantieren, ob hinter der nächsten Ecke dringend benötigte Nahrung, Scrap zur Herstellung von Munition oder einfach nur weitere Gefahr wartet.
Genau dieses Spannungsfeld macht einen großen Teil des Reizes aus und sorgt dafür, dass sich Expeditionen selten wie Routine anfühlen.
© Aesir Interactive / Icebird StudiosZusätzlich verstärkt ein Permadeath-Nachfolgesystem den Survival-Aspekt erheblich. Stirbt euer aktueller Charakter während einer Expedition, kehrt er nicht zurück. Stattdessen übernehmt ihr die Rolle eines anderen Überlebenden aus der Besatzung des Zuges.
Solange sich noch Passagiere an Bord befinden, kann der Run fortgesetzt werden. Doch jede verlorene Person reduziert eure Überlebenschancen. Jeder Überlebende, den ihr auf einer Expedition findet, ist eine Run-rettende Ressource. Ist der letzte Überlebende tot oder die Batterie vollständig leer, endet der gesamte Durchlauf endgültig.
© Aesir Interactive / Icebird StudiosWer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Demo im Rahmen des Steam Next Fest vom 23. Februar bis 2. März 2026 kostenlos auf Steam spielen. Der Early-Access-Release ist aktuell für Frühjahr 2026 geplant.
Ausblick
EverRail richtet sich besonders an Fans von Open-World-Survival-Spielen, die Wert auf Ressourcenmanagement und langfristige Entscheidungen legen. Gleichzeitig kommen durch die Expeditionen und Kämpfe auch Shooter-Fans auf ihre Kosten. Durch den Koop-Modus eignet sich das Spiel außerdem hervorragend für alle, die Survival-Erfahrungen gemeinsam mit Freunden erleben wollen und Spaß daran haben, unter Druck als Team zu funktionieren.

Als typisches Kind der 90er begann Viktors Gamingleidenschaft mit der PS1 und dem N64 – die erste eigene „Konsole“ war ein lila-transparenter Gamebody Colour mit Pokémon in der gelben Edition. Von Playstation 1-4 wanderten relativ regelmäßig neue Konsolen und Spiele ins Haus, am Liebsten Titel wie Silent Hill, Haunting Ground, Final Fantasy und Kingdom Hearts, aber auch Gamecube, Wii und Switch zogen über die Jahre ein.
Erst mit dem Release der Xbox Series X wanderte er aus dem Camp Sony ab.
In den 2010ern entdecke er seine Liebe für RPG Maker-Klassiker wie Ib und The Witch’s House – denn dafür reichte der schwache Laptop noch aus. 😉 Vom ersten „großen“ Gehalt gab’s dann den ersten Gaming PC, auch wenn er heute einen entspannten Abend auf der Couch mit dem Controller in der Hand bevorzugt.
Heute faszinieren ihn die verschiedensten Titel, von „Baldur’s Gate 3“ über „Stardew Valley“, „Red Dead Redemption 2“ oder auch „Stray“. Ob Adventure, Horror, Fantasy oder Farming Sim – das Genre ist nicht wichtig, hauptsache der Spielspaß stimmt!
Wenn’s mal ein Gaming-Abend ohne PC sein soll, greift Viktor sowohl auf Pen&Paper Klassiker wie Shadowrun und DSA zurück, aber er probiert auch gerne Systeme aus, die weniger bekannt sind („One in a Million / Discworld“ oder „Wanderhome“).
