Codenames
Manchmal gibt es Spiele, die brauchen keinen Tisch. Keine Karten. Kein Setup.
Nur dich – und dein Gehirn.
Codenames ist genau so ein Kandidat.
Ein Spiel, das du „mal eben zwischendurch“ startest… und plötzlich hast du fünf Partien gleichzeitig laufen und überlegst beim Zähneputzen, ob „Meer 3“ wirklich eine gute Idee war.
© Czech Games EditionWas ist das überhaupt für ein Spiel?
Falls du Codenames noch nie gespielt hast:
Hier treten zwei Teams gegeneinander an. Ein Spieler gibt Hinweise – immer nur ein Wort + eine Zahl – und versucht damit mehrere Begriffe auf dem Spielfeld zu verbinden. Die anderen müssen erraten, welche Wörter gemeint sind… ohne ins Fettnäpfchen zu treten. Oder schlimmer: den Attentäter aufzudecken. Das Ziel: Alle eigenen Begriffe finden, bevor das gegnerische Team es schafft. Klingt simpel – ist es auch.
Aber gleichzeitig ist es eines dieser Spiele, bei denen du dich fragst, wie dein Gegenüber denkt. Und genau das macht es so gut.
Vom Partyspiel zur App – funktioniert das überhaupt?
Überraschend gut. Die App übernimmt das Grundprinzip nahezu vollständig, erweitert es aber um Dinge, die physisch einfach nicht gehen:
Mehrere Partien gleichzeitig, Challanges und Fortschrittsysteme. Das bedeutet:
Du spielst nicht mehr „einen Abend Codenames“ – du spielst es einfach immer.
Das große Highlight: Spielen im eigenen Tempo
Der größte Unterschied zur Tischversion ist gleichzeitig die größte Stärke: Du musst nicht mehr alle an einen Tisch bekommen. Jeder spielt dann, wenn es gerade passt. Du kannst nachdenken, deine Hinweise planen und dir wirklich überlegen, wie dein Team tickt.
Das macht die App gerade dann stark, wenn man mit Freunden online spielen möchte. Kein Terminchaos, kein „wann haben alle Zeit?“ – einfach loslegen.
© Czech Games EditionMehr als nur das Brettspiel
Die App ist nicht einfach nur eine 1:1-Umsetzung. Neue Modi, mehr Wörter, kleine Fortschrittssysteme – das Ganze fühlt sich wie eine eigene Version von Codenames an.
Allerdings entfernt sie sich damit auch ein Stück vom Original.
Manche Regeln wirken lockerer, manches anders gedacht. Das funktioniert – fühlt sich aber nicht immer ganz wie das klassische Spiel an.
Die größte Frage: App oder Tisch?
Und genau hier wird es interessant. Wenn ihr online miteinander spielen wollt, ist die App eine richtig gute Lösung.
Einfach zugänglich, flexibel und perfekt für zwischendurch. Wenn ihr aber zusammensitzt, dann hat die klassische Tischvariante klar die Nase vorn. Dieses gemeinsame Grübeln. Das Diskutieren.
Das Chaos am Tisch. Die App ist ruhiger, kontrollierter – und dadurch einfach weniger gesellig.
Fazit
Die Codenames App macht vieles richtig.
Sie bringt das Spiel auf dein Handy, macht es flexibel und jederzeit spielbar.Gerade für Online-Runden mit Freunden ist sie eine richtig gute Lösung. Aber:
Sie ersetzt nicht das Gefühl, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Die App ist die praktische Version.
Das Brettspiel ist und bleibt die bessere.

Positiv
- süchtig machendes Spielprinzip
- gute Mobile-Anbindung
- Spielrunden, wann immer es einem passt
Negativ
- klasssisches Spielgefühl geht verloren

Chris‘ Leidenschaft für Videospiele hat bereits mit dem Gameboy und der PlayStation 2 begonnen. So richtig Fuß gefasst hat er aber erst richtig, als er seine Liebe für Dark Souls entdeckt hat. Seitdem ist er den Soulslike-Titeln verfallen, wobei auch Shooter wie Call of Duty oder Counterstrike zu seinen favorisierten Spielen gehören.
Fernab der Videospielwelt geht Chris aber auch auf Pen and Paper-Abenteuer oder genießt die Abende mit allerlei Brettspielen.
