Moss: The Forgotten Relic

Endlich ohne VR-Brille

Mit Moss: The Forgotten Relic kommen die Abenteuer der kleinen Maus Quill erstmals ohne VR-Brille auf die Nintendo Switch. Die Collection vereint Moss und Moss: Book 2 inklusive DLC und macht die ursprünglich für VR entwickelten Abenteuer auch unterwegs spielbar.

Der Wechsel auf den klassischen Bildschirm funktioniert dabei erstaunlich gut. Die Steuerung wurde an den Controller angepasst, ohne dass der besondere Charme der Reihe verloren geht.

© Polyarc, Inc.
Das Märchenbuch ist fester Bestandteil der Story.

Eine kleine Maus mit großer Persönlichkeit

Die Geschichte wird wie ein Märchenbuch erzählt. Eine ruhige Erzählerin begleitet uns durch die Handlung, während wir Quill durch ihre fantastische Welt führen. Dabei sind wir selbst Teil der Geschichte und übernehmen die Rolle des sogenannten „Lesers“.

Mit einer magischen Hand können wir Gegenstände bewegen, Mechanismen aktivieren und Quill bei ihren Rätseln unterstützen. Gleichzeitig weiß Quill, dass wir da sind. Sie schaut uns an, reagiert auf unsere Aktionen und lässt sich nach erfolgreichen Rätseln sogar ein High-Five geben.

Gerade diese kleinen Momente machen die Maus zu einer unglaublich sympathischen Heldin.

Rätseln, Erkunden und Kämpfen

Spielerisch verbindet Moss Action-Adventure, Jump-‘n’-Run und Rätsel. Quill springt, klettert und kämpft, während wir gleichzeitig die Umgebung manipulieren.

Die Rätsel sind abwechslungsreich und werden langsam anspruchsvoller. Neue Mechaniken werden verständlich eingeführt und später miteinander kombiniert. Die Perspektive erinnert dabei stellenweise an klassische Zelda-Abenteuer.

Die Kämpfe sind dagegen eher eine Nebensache und gehören nicht zu den Stärken des Spiels. Immerhin können sie optional übersprungen werden.

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Quill auf der Reise zu neuen Abenteuern.

Klein aber wunderschön

Auch auf der Nintendo Switch entfaltet die Welt von Moss ihren märchenhaften Charme. Grüne Landschaften, Ruinen und düstere Burgen sorgen für abwechslungsreiche Schauplätze.

Die Grafik ist zwar nicht mehr ganz taufrisch und man erkennt die ursprüngliche VR-Herkunft, dafür überzeugen die liebevollen Animationen. Quills kleine Freudentänze, ihr Ohrwedeln oder das Ausschütteln nach einem Sprung ins Wasser sind einfach zum Verlieben.

Die Kamera bleibt ein Problem

Der größte Schwachpunkt ist die starre Kamera. Da man die Perspektive nicht frei drehen kann, sind manche Sprünge schwer einzuschätzen. Gerade unterwegs auf der Switch kann das gelegentlich für Frust sorgen.

Immerhin gibt es häufige Speicherpunkte, sodass ein Fehlversuch schnell wiederholt werden kann.

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Durch das Portal in das neue Gebiet gereist, was hier wohl auf uns wartet?

Zwei Abenteuer auf einer Cartridge

Ein großer Pluspunkt der Collection: Beide Moss-Abenteuer sind enthalten. Book 2 erweitert das Spielprinzip um neue Fähigkeiten und legt den Fokus noch stärker auf Rätsel.

Damit bekommt man auf der Switch ein umfangreiches Paket, das sich hervorragend für kürzere Spielsessions unterwegs eignet, aber auch für längere Abende vor dem Fernseher funktioniert.

Fazit

Moss: The Forgotten Relic ist eine wunderschöne Ergänzung für die Nintendo Switch. Die Kombination aus märchenhafter Erzählung, cleveren Rätseln und der unglaublich sympathischen Quill funktioniert auch ohne VR hervorragend.

Die starre Kamera und die teilweise etwas angestaubte Technik verhindern zwar eine perfekte Wertung, können den Gesamteindruck aber kaum trüben.

Wer auf der Switch nach einem charmanten, gemütlichen Action-Adventure mit viel Herz sucht, sollte Quill unbedingt kennenlernen.

Test

Positiv

  • Unglaublich sympathische Heldin
  • Wunderschöne Märchenbuch-Inszenierung
  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Sehr gute Umsetzung ohne VR

Negativ

  • Starre Kamera
  • Manche Sprünge schwer einzuschätzen
  • Kämpfe sind eher schwach<br />
  • Technik wirkt teilweise etwas angestaubt
8 / 10
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