F1 25 – 2026 Season Edition
Vertraut statt revolutionär
Rennspiele gehören normalerweise nicht zu den Spielen, die bei mir ganz oben auf der Liste stehen. Durch Reihen wie Forza Horizon und Need for Speed habe ich aber trotzdem schon einige Erfahrungen mit dem Genre gesammelt. Umso gespannter war ich, wie sich F1 25 – 2026 Season Edition im Vergleich schlägt, besonders, weil ich wissen wollte, wie gut sich das Spiel für jemanden anfühlt, der nicht jedes Jahr den neuesten Formel 1-Titel spielt.
Fangen wir mit der Charaktererstellung an. Die ist leider eher überschaubar ausgefallen. Es gibt zwar acht verschiedene Charaktere, wirklich viel verändern lässt sich aber nicht. Größtenteils bleibt es bei kosmetischen Anpassungen wie verschiedenen Helmen oder Farben.
Für diesen Test habe ich mich hauptsächlich mit dem Karrieremodus beschäftigt.
Zwischensequenzen wie aus einer TV-Übertragung

Gespielt habe ich auf den höchsten Grafikeinstellungen und erreichte dabei durchschnittlich rund 140 FPS. Besonders die Zwischensequenzen aus Braking Point und F1 – Der Film sehen wirklich stark aus. Die Performance war während meines Tests größtenteils stabil. Vereinzelt gab es kleinere Einbrüche. Ob die allerdings vom Spiel kamen oder eher daran lagen, dass mein Zimmer bei fast 40 Grad zur Sauna geworden ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Positiv überrascht hat mich der Sound. Gerade während der Rennen sorgen die Motorengeräusche und die Funkdurchsagen dafür, dass man sich tatsächlich wie Teil eines Rennwochenendes fühlt. Zusammen mit der Präsentation gehört das für mich zu den größten Stärken des Spiels.
Wer die Formel 1 verfolgt oder schon immer ein etwas realistischeres Rennspiel ausprobieren wollte, findet hier einiges, womit man sich beschäftigen kann. Wer allerdings bereits den direkten Vorgänger besitzt, sollte keine riesigen Neuerungen erwarten. Wirklich große Veränderungen gibt es diesmal nicht. Neu hinzugekommen sind vor allem der Madring in Madrid sowie die aktuelle Fahrerbesetzung der Formel 1-Teams inklusive der neuen Fahrzeuge. Der Fokus liegt also eher auf einer Aktualisierung der Saison als auf einem grundlegenden Neustart.
Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Mich persönlich konnte F1 25 – 2026 Season Edition aber nicht komplett überzeugen. Viele Strecken wirken außerhalb des eigentlichen Rennens ziemlich leer. Klar, man fährt auf den echten Formel 1-Strecken mit über 300 km/h, aber sobald man sich nicht auf das Rennen konzentriert, gibt es abseits der Strecke nur wenig zu entdecken. Immerhin kann man nach Trainingssessions verschiedene Fahrzeugdaten und Telemetrie auswerten. Ich selbst habe zwar nicht jede Einstellung bis ins Detail analysiert, fand es aber spannend, dass diese Möglichkeiten überhaupt vorhanden sind. Wer gerne an Setups schraubt oder das Maximum aus seinem Fahrzeug holen möchte, dürfte daran deutlich mehr Freude haben als ich.
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die Fahrhilfen. Mit allen aktivierten Assistenten nimmt einem das Spiel sehr viel Arbeit ab und das Auto lässt sich deutlich einfacher kontrollieren. Wer wirklich das Gefühl haben möchte, ein Formel 1-Auto zu fahren, sollte die Hilfen nach und nach reduzieren.
Die KI bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, von sehr einfach bis ultimativ. Natürlich musste ich direkt die höchste Schwierigkeit ausprobieren und wurde ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gegen die KI hatte ich auf diesem Niveau kaum eine Chance. Das war zwar frustrierend, hat mir aber auch gezeigt, wie groß der Unterschied zwischen Gelegenheitsspielern und erfahrenen Sim Racern sein kann.
Auch den Onlinemodus habe ich getestet. Grundsätzlich macht dieser Spaß, allerdings erlebt man dort auch die typischen Probleme, die Online-Rennen manchmal mit sich bringen. Mehr als einmal hatte ich einen Fahrer dabei, der mir als Geisterfahrer entgegenkam. Chaos gehört online wohl einfach immer dazu.

Fazit
F1 25 – 2026 Season Edition richtet sich ganz klar an Fans der Formel 1. Besonders Präsentation, Sound und das authentische Fahrgefühl haben mir gut gefallen und sorgen dafür, dass jedes Rennen spannend und glaubwürdig wirkt. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass sich das Spiel vor allem an Spieler richtet, die bereit sind, sich mit Fahrhilfen, Fahrzeugabstimmung und den verschiedenen Spielsystemen auseinanderzusetzen.
Als jemand, der normalerweise nur gelegentlich Rennspiele spielt, hatte ich durchaus meinen Spaß. Trotzdem konnte mich F1 25 – 2026 Season Edition nicht in allen Bereichen überzeugen. Die eingeschränkte Charaktererstellung, die teilweise leblos wirkenden Strecken außerhalb der Rennen und die überschaubaren Neuerungen gegenüber dem Vorgänger lassen etwas Potenzial liegen.
Wer bereits Fan der Reihe oder der Formel 1 ist, bekommt hier einen gelungenen Nachfolger mit einer starken Präsentation und den aktuellen Inhalten der Saison. Besitzer von F1 25 sollten sich allerdings bewusst sein, dass die Unterschiede eher im Detail liegen und kein völlig neues Spielerlebnis erwarten.
F1 26 macht vieles richtig und vermittelt das Gefühl eines echten Rennwochenendes hervorragend. Einige kleinere Schwächen und die wenigen Innovationen verhindern zwar den Sprung in die Spitzenklasse, insgesamt ist es aber ein gelungenes Rennspiel, das sowohl Einsteiger als auch eingefleischte Formel 1 Fans gut unterhalten kann.

Positiv
- starke Präsentation
- viele Einstellungsmöglichkeiten
- authentisches Fahrgefühl
Negativ
- wenige Neuerungen
- wenig Leben abseits der Rennen
- Charaktererstellung enttäuscht

Moin, ich bin Alex.
Viele kennen mich aber eher unter dem Namen Vierzwo.
Videospiele begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Angefangen hat alles mit meiner ersten Sega-Konsole, und seitdem hat mich das Gaming-Fieber nie wieder losgelassen.
Ich spiele eigentlich querbeet alles, was Spaß macht. Von Counter-Strike und League of Legends über große AAA-Titel bis hin zu kleinen Indie-Games, die kaum jemand auf dem Radar hat. Gerade diese Vielfalt macht Gaming für mich so spannend. Oft sind es nämlich genau die unbekannten Spiele, die einen positiv überraschen und lange in Erinnerung bleiben.
Deshalb probiere ich gerne neue Titel aus, schreibe Reviews und teile meine Eindrücke mit der Community. Dabei achte ich nicht nur auf Grafik oder Technik. Für mich zählt vor allem, ob ein Spiel etwas Eigenes mitbringt, Emotionen weckt oder einfach ein besonderes Erlebnis bietet. Und wenn ich dabei die eine oder andere Gaming-Perle entdecke, umso besser.
