Citadelum

Citadelum Titelbild Switch 2

Das römische Reich sagt „Ade'“ zu Caesar und „Ave“ in Citadelum auf Switch 2. In Citadelum verhelft Ihr dem antiken Rom zu seiner kulturellen, militärischen und wirtschaftlichen Blüte. Ob der Mix aus Strategie und Aufbausimulation was taugt, hat Kollege Flo Euch bereits in seinem Test der PC-Version erzählt. Deshalb gibt es hier einen kurzen Umriss, ob der Port auf der Switch 2 gelungen ist und vor allem, ob die Maussteuerung der Nintendo Konsole ihren Dienst tut.

Von oben kann man’s loben

Citadelum ist, grafisch gesehen, ein zweischneidiges Schwert. Aus der Makro-Perspektive sieht die Aufbausimulation durchaus schick aus, generell können Aufbauspiele hier aber auch wenig falsch machen, wenn sie sich ans Einmaleins halten. Die Bewohner unserer römischen Städte wuseln durch die Gegend und machen ihren Job, sogar in die Häuser können wir hineinschauen. Überwiegend ist alles knackscharf dargestellt. Ab vom Schuss sind jedoch die Bäume, die extrem ausfransen und um Ihre Kronen herum starke Schlieren ziehen. Behindert zwar zu keiner Zeit das Spiel, schick ist das aber nicht.

Citadelum auf Switch 2 Wohnhäuser von oben© Abylight
Vor allem die Bäume reißen grafisch keine (‚tschuldigung…) Bäume aus.

Die Fassade bröckelt auch noch etwas mehr, je näher man heranzoomt. Die Figuren sind nicht sehr aufwendig modelliert und auch viele Texturen zermatschen zunehmend. Das war aber auch schon auf dem PC nicht anders und einen Löwenanteil des Spiels verbringen wir sowieso in der Iso-Ansicht.

Sowohl Handheld- als auch TV-Modus machen grundsätzlich eine gute Figur und das Spiel läuft stets flüssig. Ein Umstand, der mir sehr sauer aufgestoßen ist, sind jedoch die standardmäßig extrem kleinen Fenster, Schriften und Schaltflächen. Die sind besonders in Handheld-Modus super anstrengend, aber auch auf einem 65-Zoll-Fernseher nicht gerade schmeichelnd.

Citadelum auf Switch 2 Nahansicht Erzminenarbeiter© Abylight
Zoomt man nah ran, wird’s nicht besser. Aber diese Ansicht ist sowieso nie praktikabel und nur zum Spaß da.

Die Steuerung – Maus oder Controller?

Citadelum lässt sich auf der Switch 2 sowohl mit herkömmlichen Controllern als auch per Maussteuerung der Joy-Cons bedienen. Und auch wenn die Bedienung durchaus auch mit Controllern funktioniert: Meine Empfehlung fällt klar zugunsten der Maussteuerung aus. Mit dem Stick ist alles behäbiger und ungenauer. Dank Maussteuerung fühlt sich Citadelum auf Switch 2 aber fast an, wie auf einem PC. Klar, unterwegs hat man nicht immer einen Tisch parat, dann geht auch die Sticksteuerung. Habt Ihr aber die Wahl, solltet ihr die Joy-Cons abstöpseln.

Ihr könnt die Joy-Cons auch etwas schräg auf den Tisch legen, damit Eure Handgelenke langfristig nicht so weh tun. Die Bedienung funktioniert dabei trotzdem ordentlich. Doch leider gibt’s auch eine Tücke: Im TV-Modus zeigt sich leider ein deutlicher Input-Lag. Daran gewöhnt man sich zwar nach einer Weile, ärgerlich ist das aber schon.

Citadelum auf Switch 2 Ceres läuft durch die Siedlung© Abylight
Die Bedienung mit Mauszeiger funktioniert auf der Switch 2 tadellos. Nur im TV-Modus lagt es ärgerlich.

Fazit: 7/10

Im Grunde haben wir es hier mit einem soliden Port zu tun. Grafisch reißt Citadelum auf Switch 2 keine Bäume aus, aber das hat auch schon die PC-Fassung nicht hergegeben. Zweckmäßigkeit bedeutet in diesem Fall aber auch nicht unbedingt schlecht. Einziges Ärgernis ist das kleine und frimelige Interface, wegen dem man sich vor allem beim Switch Bildschirm ganz nah dran setzen muss.

Die Maussteuerung macht die Bedienung dafür sehr angenehm, auch wenn der Zeiger im TV-Modus leider ziemlich ruckelt. Sowohl docked als auch auf der Switch selbst gibt’s also was zu nörgeln, allerdings gewöhnt man sich an die Macken relativ schnell. Der Vorteil, das Spiel jederzeit mitnehmen zu können und durch Standby jederzeit kurz pausieren zu können, macht die kleinen Mankos durchaus wett.

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